TOP 6 Cannabis BAD Facts – Wie schädlich ist Weed wirklich?

Titelbild Cannabis Bad Facts

Kaum einer hat es in den letzten paar Jahren nicht mitbekommen – der Boom der Cannabisindustrie.
Aufgrund der vielen unbestreitbaren Vorteile der Hanfpflanze ist diese zurzeit stark im Trend. Die einst ungerechtfertigten Verbote fangen langsam aber sicher an zu bröckeln und immer mehr Menschen konsumieren CBD- und THC-haltige Hanfblüten – ob nun legal oder nicht.

Doch gibt es eigentlich auch Schattenseiten beim Konsum von Gras? Wenn ja, welche?

Genau das möchten wir dir in diesem kurzen Artikel aufzeigen und beantworten.
Hier kommen die Top 6 BAD Facts about Cannabis!

Frau dreht sich einen Joint

Wie schädlich ist Cannabis?

Um den Gras-Kritikern gleich vorweg mal den Wind aus den Segeln zu nehmen: Cannabis ist eine der unschädlichsten Drogen, die es gibt. Halluzinogene, wie LSD und Magic Mushrooms, sind sogar noch unschädlicher für den Menschen.

Laut einer von Prof. David Nutt veröffentlichten Studie und Einstufung von psychotropen Substanzen besitzt Cannabis ein sehr geringes Schadenspotenzial. Prof. Nutt ist ein britischer Psychopharmakologe und Psychiater.

Diagramm über die Schädlichkeit von Drigen

Wie wir im Diagramm von Prof. Nutt sehen können, gibt es nur wenige Substanzen, die noch unschädlicher als Cannabis sind. Ebenso beim Abhängigkeitspotenzial sind legale Drogen wie Alkohol und Tabak um ein Vielfaches schädlicher.

Dennoch ist Cannabis NICHT unschädlich

Wenngleich auch der Großteil der bekannten Drogen schlimmer ist als Marihuana, so sollte man es dennoch nicht verharmlosen. Besonders der Konsum bei Jugendlichen ist mittlerweile sehr gut erforscht und deutet auf mögliche bleibende Schäden hin!

Wichtige Info vorab: Die folgenden Fakten und Aussagen beziehen sich insbesondere auf Cannabis mit einem signifikanten Anteil an THC. Die mittlerweile in den meisten Ländern legal erhältlichen CBD-Hanfprodukte mit geringem THC-Anteil können nach aktuellen Wissensstand nicht zu diesen Nebenwirkungen führen und sind somit unbedenklich. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das Cannabinoid CBD als unbedenklich ein.

BAD Fact #1: Cannabis ist schädlich für junge Gehirne

Eine der bisher größten Langzeitstudien hat gezeigt, dass Cannabiskonsum im Teenageralter bleibende Schäden im Gehirn hervorrufen kann.

Genauer gesagt, bildet sich bei jugendlichen Konsumenten eine dünnere Hirnrinde aus, als es bei Nichtkonsumenten der Fall ist. Besonders im rechten und linken präfrontalen Cortex ist diese Änderung ausgeprägt. Je häufiger bei den jeweiligen Untersuchungspersonen Cannabis konsumiert wurde, desto stärker der Rückgang der Dicke des Cortex.

Der präfrontrale Cortex befindet sich im vordertes Hirnlappen

Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass aufgrund dieser Veränderungen im Hirn bestimmte Verhalten, wie das Kontrollieren von Impulsen, das Lösen von Problemen und das Planen von Handlungen eingeschränkt werden können.

Neben MRT-Scans gab es auch nachträgliche psychologische Tests, die den Zusammenhang zwischen dem Cannabiskonsum und der Einschränkungen bestätigten.

Die Ergebnisse beruhen auf den Untersuchungen von 799 Studienteilnehmern zwischen 14 und 19 Jahren.

Auch frühere Studien bestätigten bereits eine Schädlichkeit bei jungen Konsumenten

Frühere Untersuchungen zeigten außerdem, dass das Kiffen bei Jugendlichen mit einer Neigung zu Psychosen ebendiese auslösen kann. Bereits gelegentlicher Konsum kann ausreichen, psychische Krisen bei solchen Personen zu erzeugen.

Des Weiteren kommt es bei Jugendlichen oft zu Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie Ängsten. Diese Nebenwirkungen verschwinden allerdings in den meisten Fällen nach 3-monatiger Konsumpause wieder.

BAD Fact #2: Cannabis führt zu Herzrasen, Blutdruckabfall und Schwindel

Frau hat Herzrasen nach einem Joint

Die meisten Konsumentinnen und Konsumenten kennen die akuten körperlichen Nebenwirkungen. Die häufigsten Erscheinungen, die nach dem Rauchen oder auch oralen Konsum von Gras auftreten können, sind:

  • Müdigkeit
  • Herzrasen
  • Blutdruckabfall (daher kommen auch die roten Augen)
  • Schwindel
  • Trockener Mund
  • Reduzierter Tränenfluss

Selten kann es außerdem zu:

  • Übelkeit und
  • Kopfschmerzen

kommen.

Besonders bei vorbelasteten Personen kann es wegen der Wirkung auf die Blutgefäße zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko kommen!

BAD Fact #3: Cannabis kann zu Angst, Depressionen oder Panikattacken führen

Neben den genannten körperlichen Nebenwirkungen sollten wir auch die psychischen Risiken im Auge behalten. Besonders THC-starkes Weed kann bei manchen Menschen zu Gefühlen von Angst, Panik oder Depression führen. Außerdem sind auch Gedächtnisstörungen und eine verringerte kognitive Leistungsfähigkeit bekannte Auswirkungen.

Die Gefühle des Kontrollverlustes oder auch Halluzinationen, die während eines Cannabisrausches auftreten können, führen manchmal auch zu nachhaltig anhaltenden, negativen Gedanken. Nach einiger Zeit des Nicht-Konsums verschwinden diese aber wieder komplett.

BAD Fact #4: Cannabis kann abhängig machen

Vielleicht denkst du dir jetzt „Was für ein Blödsinn, Cannabis kann doch gar nicht süchtig machen!“.

Nur sieht die Realität leider anders aus. Alleine in Deutschland sind rund 30.000 Personen wegen einer Cannabis-Abhängigkeit in Behandlung. Man kann von einer Dunkelziffer von etwa 100.000 Menschen ausgehen, die man als Cannabis-Süchtig bezeichnen würde.

Im Gegensatz zu Nikotin oder Heroin kann niemand von Gras körperlich Abhängig werden. Anders sieht es aber mit der Psyche aus. Durch die Wirkungen von Marihuana verfallen viele Menschen mit der Zeit in einen Zustand des immer-wieder-Kiffen-wollens.

Sie sagen sich, dass sie es ja „nur zum Chillen“ machen oder „um vom Alltagsstress runterzukommen“ und merken dabei aber oft gar nicht, dass von einer Tüte alle zwei Wochen bereits eine jeden zweiten Tag geworden ist. Oder sogar noch öfter.

Die Toleranzwirkung

Einen großen Einfluss hierbei spielt die Toleranzwirkung von Cannabis. Bei regelmäßigem Konsum benötigt man rasch höhere Mengen oder stärkeres Gras, um wieder einen ähnlichen Rauschzustand zu verspüren.

Die Entzugserscheinungen einer solchen psychischen Abhängigkeit sind dabei durchaus mit einem Nikotin-Entzug zu vergleichen.
Betroffene Personen eines Cannabisentzuges klagen oft über:

  • Innere Unruhe
  • Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Verminderten Appetit und
  • Durchfall

Nimm Cannabis-Sucht nicht auf die leichte Schulter!

Möglicherweise bemerkst du bei dir selbst einen bedenklich hohen Konsum. Sei ehrlich zu dir und frage dich, ob du dir vielleicht schon etwas zu oft einen Dübel gönnst?

Erfahre in unserem Artikel Süchtig nach Cannabis mehr über die Gefahren der psychischen Sucht.
Dieses Thema sollte man auf jeden Fall ernst nehmen! Schau auch in deinem Bekanntenkreis, ob es nicht einer deiner Freunde schon übertreibt. Es gibt professionelle Hilfe und es ist keine Schande, diese in Anspruch zu nehmen.

BAD Fact #5: Cannabis kann in seltenen Fällen zu einer Psychose führen

Illustration Frau mit Schizophrenie

Bei Menschen mit einer Anfälligkeit für psychische Störungen kann langfristiger Konsum zu einer schizophrenen Psychose führen. Eine Studie deutet darauf hin, dass der Konsum von Cannabis bei Erwachsenen das Risiko für eine Schizophrenie um 37 Prozent erhöhen kann. Ein kausaler Zusammenhang ist hier zwar nicht erwiesen, jedoch sind THC-starke Sorten auch hier wieder weitaus bedenklicher.

Therapeutische Anwendungen sind hier übrigens nicht betroffen. Im Umfeld einer Therapie gibt es bisher keine bekannten Risiken für Psychosen. Auch das Entwickeln einer Abhängigkeit ist hier kaum zu beobachten.

BAD Fact #6: Cannabis verändert dein Sperma!

Zu guter Letzt sei auch noch eine kleine, wenn auch interessante Studie erwähnt, nach welcher der Konsum von THC einen Einfluss auf Spermien und deren DNA hat. Es kann noch nicht gesagt werden, ob dies auch Auswirkungen auf den Embryo oder das sich entwickelnde Kind haben wird.

Dennoch raten die Wissenschaftler der Studie alle Männer dazu auf, mindestens 6 Monate lang vor einer geplanten Schwangerschaft kein Cannabis zu konsumieren.

Bei Frauen gibt es zudem Fälle, bei denen Cannabiskonsum zu Zyklen ohne Eisprung geführt hat.

Sollte ich es also lieber sein lassen mit dem Gras?

Das kommt darauf an.
Es gibt zwar bedenkliche Risiken und schädliche Nebenwirkungen, jedoch gilt hier, wie auch überall sonst:

Die Dosis macht das Gift.

Deshalb unser gut gemeinter Rat – Konsumiere keine krass überzüchteten Sorten mit jenseits der 25% THC, sondern setze lieber auf ausgeglichene Sorten mit einem hohen CBD-Gehalt. Oder mische einfach CBD-Blüten in deinen Joint, um so von der antipsychotischen Wirkung zu profitieren.

Außerdem sollte es immer bei gelegentlichem Konsum bleiben. Jeden Tag zu Kiffen ist unserer Meinung nach zu viel und sollte reduziert werden.

Bist du anfällig für Psychosen, solltest du lieber ganz auf THC verzichten.

Abschließend bleibt noch zu sagen: Die GOOD Facts about Cannabis sind natürlich auch sehr wichtig und folgen bald. Der Artikel dazu kommt dann nächstes Monat, also dranbleiben! 🙂

Fazit oder zu faul zum Lesen

Bei all den Vorzügen von Cannabis sollten niemals die Risiken und Nebenwirkungen vergessen werden. Diese betreffen vor allem den Wirkstoff THC.
Hier unsere TOP 6 BAD Cannabis Facts:

  1. Cannabis ist nachweislich schädigend für junge / jugendliche Gehirne
  2. Kiffen führt zu Herzrasen, Blutdruckabfall, Schwindel und trockenem Mund
  3. Gras kann zu Angst, Depressionen oder Panikattacken führen
  4. Cannabis kann psychisch Abhängig machen!
  5. In seltenen Fällen kann THC zu Psychosen führen
  6. Cannabis verändert dein Sperma

Um das Risiko dieser schädlichen Folgen zu minimieren, solltest du auf THC-starke Sorten verzichten und immer CBD dazu mischen. Darüber hinaus sollte wirklich nur gelegentlich konsumiert werden, um nicht der Gefahr einer psychischen Abhängigkeit ausgesetzt zu sein.

Vielen Dank für’s Lesen!

2 Kommentare zu “TOP 6 Cannabis BAD Facts – Wie schädlich ist Weed wirklich?

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